20. Juli 2026
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Unterwegs mit der Kulturabteilung
In der Serie „Unterwegs mit“ begleiten wir die Mitarbeiter:innen eines städtischen Bereichs bei ihrer Arbeit.

An Veranstaltungstagen ist Maria Reitberger an vielen Stellen gefragt. Oft hält sie die Events auch selbst mit ihrer Kamera fest.
Kufstein bietet Kulturgenuss für jedes Alter und unterschiedliche Interessen. Dass das so ist, ist auch der leidenschaftlichen Arbeit der städtischen Kulturabteilung zu verdanken. Maria Reitberger ist seit Februar 2025 hauptverantwortlich für den Kulturbereich. Unterstützt wird sie von Bernhard Sieberer, der seit vielen Jahren einen Großteil der Künstler:innen des städtischen Kulturprogramms auswählt und oft auch Ansprechpartner für die Kulturvereine ist.
Vielfalt ist für ihn dabei entscheidend: „Wichtig ist mir, dass sich die ganze Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in unserem städtischen Kulturprogramm abbildet.“ Auch Angelika Rauch-Lins ist ein wichtiger Teil des Teams. Ihnen allen ist es ein Anliegen, die städtischen Kulturveranstaltungen zu unvergesslichen Erlebnissen für die Besucher:innen werden zu lassen. Die Abteilung folgt dabei dem Grundsatz, vor allem jene Angebote zu schaffen, die nicht bereits von Kulturvereinen angeboten werden.
Kultur schafft bleibende Momente
Was liebt Maria Reitberger an ihrem Job? „Schöne Momente sind immer, wenn man erlebt, dass Kultur etwas verändert bei den Menschen und wenn man die Reaktionen bei Veranstaltungen sieht.“ Immer wieder gibt es berührende Erlebnisse in ihrer Arbeit. Für Maria Reitberger zählen die zwischenmenschlichen Momente weit mehr als der finanzielle Erfolg von Kulturveranstaltungen.
Auch Bernhard Sieberer möchte mit dem Kulturprogramm Emotionen hervorrufen, wie er unterstreicht: „Es geht darum, neugierig zu machen, ein Verständnis für Qualität zu entwickeln und immer wieder aus der Komfortzone gelockt zu werden, im Denken, im Fühlen und in der Art, wie wir uns ein Bild von der Welt machen. Das ist Kulturarbeit im besten Sinn.“


Bernhard Sieberer am Konzertabend im Gespräch mit Besucherin Hildegard Reitberger.
Den typischen Arbeitstag gibt es nicht
Das Büro der Kulturabteilung liegt im Erdgeschoss des Rathauses und ist direkt über den Unteren Stadtplatz erreichbar. Das Team liebt die Arbeit in diesen historischen Räumen. Die Arbeit selbst folgt keinem fixen Tagesablauf, sondern ist stark von den jeweils anstehenden Veranstaltungen geprägt. Im Hintergrund passiert viel Organisationsarbeit. Auch die Vermarktung ist, unterstützt durch Lisa Holzer vom Stadtmarketing Kufstein, eine wichtige Aufgabe.
Maria Reitberger erzählt: „Meine Arbeitstage sind oft anders, als ich es mir vorstelle. Etwa, wenn Bürger spontan mit ihren Kulturanliegen vorbeikommen, gerne ein Kulturabo hätten oder Vertreter von Kulturvereinen Informationen suchen.“ So auch während des Gesprächs mit Maria Reitberger: Eine Künstlerin kommt mit einigen konkreten Anliegen zu einer bevorstehenden Veranstaltung vorbei. Genau dieser niederschwellige Kontakt und Austausch prägen die Arbeit der Kulturabteilung.
Schon am Vormittag erreichen Maria Reitberger an einem Veranstaltungstag mehrere Nachrichten: Für das Konzert „Strings in Motion“ am Abend auf der Festung Kufstein wird zusätzliches technisches Equipment benötigt, Abläufe müssen angepasst und letzte organisatorische Fragen geklärt werden. Für die Besucher bleibt all das später kaum sichtbar. Hinter den Kulissen aber wird abgestimmt, organisiert und unterstützt, damit am Abend für Künstler:innen und Publikum alles reibungslos funktioniert. Auch abseits des klassischen städtischen Kulturprogramms gibt es viele Aufgaben. Dazu zählen zum Beispiel die Organisation des Blumenschmuckwettbewerbs, die Betreuung der Kufsteiner Städtepartnerschaften oder die Organisation der regelmäßigen Kulturforen, die ein Treffpunkt für die Kufsteiner Kulturvereine sind. „Wir sind in der Wahrnehmung nach außen auch die Kulturanlaufstelle und das ist gut“, sagt Maria Reitberger.
Mit Maria hinter der Konzertkulisse
Lisa Holzer begleitet Maria Reitberger am Abend zu „Strings in Motion“. Als der Sonntagabend langsam über Kufstein hereinbricht, liegt hinter Maria bereits ein langer und ereignisreicher Tag. In den Veranstaltungsräumlichkeiten der Festung Kufstein laufen seit Stunden die Proben für den Abend. Die jungen Musiker der Euregio Streicher Akademie bereiten sich gemeinsam mit Cristos Canettis und den weiteren Mitwirkenden auf den Konzertabend vor. Es ist das vorletzte von insgesamt 30 Konzerten des städtischen Kulturprogramms und damit ein weiterer Höhepunkt einer intensiven Saison.
Trotz der vielen Aufgaben nimmt sich Maria Reitberger beim Einlass Zeit für das, was ihr besonders wichtig ist: die persönliche Begegnung. Jeden Gast begrüßt sie mit herzlichen Worten. Immer wieder nutzt sie die Gelegenheit, auf das FREI18 Angebot der Stadt Kufstein aufmerksam zu machen. Kinder und Jugendliche können damit das Kulturprogramm kostenlos besuchen. Für Maria Reitberger ist diese Initiative ein wichtiger Beitrag, um den Zugang zu Kultur so niederschwellig wie möglich zu gestalten. Während sie im Foyer die Gäste empfängt, ist Bernhard Sieberer bereits im Konzertsaal im Einsatz. Er koordiniert im Hintergrund die Abläufe mit den Künstler und sorgt dafür, dass vor Konzertbeginn alles an seinem Platz ist. Die offizielle Eröffnung des Abends übernimmt Kulturreferent Klaus Reitberger. Maria Reitberger bleibt während des Konzerts im Hintergrund. Mit der Kamera hält sie besondere Momente fest, beobachtet die Reaktionen im Saal und begleitet den Abend aufmerksam weiter. Eines ihrer Fotos ist in dieser Ausgabe auf Seite 37 abgedruckt. Es ist einer dieser Einsätze, bei denen sichtbar wird, wie viel Vorbereitung, Aufmerksamkeit und persönliches Engagement hinter einem gelungenen Kulturabend stehen.
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